Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Weitere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung finden Sie unter Datenschutz. Diese Website verwendet das Tracking Tool Google Analytics, damit wir unsere Website bedarfsgerecht gestalten und fortlaufend optimieren können. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Weitere Informationen zu Tracking Tools und deren Deaktivierung finden Sie unter Datenschutz.

Rezepte

gefüllte Einkorn-Nudeln

Alle in unserer Familie lieben Maultaschen. Mit diesem Rezept habe ich das schwere Erbe meiner Schwiegermutter angetreten. Sie hat uns das Rezept vermacht. Allerdings hat sie - wie früher üblich - keine so genauen Mengen-, Verarbeitungs- und Zeitangaben mitgeliefert. Früher ging man einfach davon aus, dass eine gewisse Vorkenntnis vorhanden ist. Also habe ich das Rezept einfach nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, nach meinen Wünschen abgeändert und etwas genauer aufgeschrieben. Auch dass ich die Nudelrollen vor dem zerschneiden gare, stammt aus meiner Feder. Meine Mutter sagte immer: "bevor ein Mädchen heiratet, muss es Maultaschen und Spätzle machen können und ein Huhn schlachten, rupfen und ausnehmen... !" So war das damals halt. Da mussten wir Mädels durch. Nur zwei meiner Schwestern haben sich beim Thema Huhn geweigert. Sie mussten dafür einen Ausländer heiraten, weil in Österreich diese Regel angeblich nicht gilt! Da fragt sich jetzt nur, was besser ist ;-) (...oh je, wenn das meine beiden österreichischen Lieblings-Schwager lesen... ;-))... aber das nur am Rande. Heute geht es um die Maultaschen und um das Rezept meiner Schwiegermutter. Sie hat nämlich nicht die typischen Maultaschen gemacht, sondern gerollte Nudeln. Mir gefällt diese Version bis heute immer noch sehr gut, weshalb ich euch dieses Rezept heute vorstellen möchte. Den Nudelteig habe ich aus Einkornmehl und Hefewasser gemacht und für eine bessere Verdaulichkeit über Nacht im Kühlschrank gelagert. Außerdem habe ich gleich die doppelte Menge von dem Rezept gemacht und eine Ladung davon eingefroren. Damit habe ich für die Tage "an denen es mal wieder schneller gehen muss" vorgesorgt...

Zutaten

Nudelteig

Füllung

  • 500 g Hackfleisch gemischt
  • 100 g Zwiebel
  • etwas Petersilie
  • 50 g Speck fein gewürfelt
  • 50 g Altbrot eingeweicht
  • 250 g Spinat  frisch oder Tiefkühlspinat aufgetaut
  • 3 Eier
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer
  • etwas Muskat

Nudelteig

  • Eier Wasser und Salz verquirlen und das Mehl nach und nach darunterkneten und zu einem geschmeidigen, festen Teig kneten

oder

  • alle Zutaten in den Thermomix und 15 Sekunden auf Stufe 5 vermengen
  • die kleinen Teigstückchen zu einer großen Kugel zusammenkneten
  • In Frischhaltefolie packen und über Nacht im Kühlschrank lagern
  • Du kannst den Teig natürlich auch sofort verarbeiten. Wenn du eine empfindliche Verdauung hast, rate ich dir aber, den Teig über Nacht kühl zu lagern. Schwer verdauliche Zuckerstoffe werden so bereits im Teig abgebaut und bereiten dir später keine Beschwerden

Füllung zubereiten

  • Hackfleisch 1 Minute im Thermomix auf Stufe 8 zerkleinern, so dass eine feine Fleischmasse entsteht. (siehe Bild unten)
    Wenn du keinen Mixer hast, kannst du deinen Metzger bitten, das Hackfleisch 2 x durch den Fleischwolf zu lassen. Es wird dann auch viel feiner
  • Altbrot in eine Schüssel geben und im Wasser einweichen. Ich hatte noch von dem W-Zwirbel übrig und habe die Brotreste dafür verwendet.
  • Zwiebel und Petersilie fein hacken und in etwas Öl dünsten
  • fein gewürfelter Speck zugeben und eine weitere 1 Minute dünsten
  • frischen Spinat klein schneiden oder Tiefkühlspinat auftauen, zugeben und untermischen
  • Die Masse mit dem feinen Hackfleisch in eine große Schüssel geben
  • Altbrot ausdrücken und ebenfalls zugeben und mit den Eiern, Salz, Pfeffer, Muskat zu einem geschmeidigen Teig verkneten

Nudeln herstellen

  • den Teig in 8 x 50g schwere Teigstücke teilen
  • aus jedem Teigstück mit der Nudelmaschine eine Teigbahn walzen
  • ich habe die Teigbahnen bis auf Stufe 7 (von 9) gewalzt
    Zuerst walze ich das Teigstück auf Stufe eins und drei, falte dann den Teig auf die Breite der Nudelmaschine und lege ihn wieder quer ein.  (Siehe Bild unten)
    Jetzt wieder mit Stufe 1 beginnen. Dann Stufe 3, 5 und 7. Es ist nicht notwendig, dass du Stufe für Stufe walzt. Die Zeit kannst du dir sparen
  • Ein Ende der Nudelbahn  schneide ich mit dem Messer gerade (siehe Bild unten). Diese Seite sollte der äußere Schluss der Nudelrolle bilden 
  • Wenn du alle Teigstücke zu ungefähr gleich langen Nudelbahnen verarbeitet hast, bestreichst du sie mit 2 - 3 Esslöffel der Füllungsmasse und verstreichst diese dünn auf der Nudelbahn. Achte darauf, dass du den Teig komplett bis an den Rand streichst. Die letzten 2 cm bis zum sauber abgeschnittenen Ende der Nudelbahn bestreichst du nur sehr dünn mit der Masse. Gerade so viel, dass das Ende der Nudelrolle fest klebt
  • rolle nun die Teigbahn der Länge nach auf. Beginne mit der "unschönen" Seite und rolle zur sauber geschnittenen Seite auf
  • Jetzt nimmst du dir einen großen Topf und bringst darin mindestens 3 Liter Salzwasser zum Kochen 
  • lege die Hälfte der Nudelrollen in das siedende Wasser, so dass sie sich nicht berühren und zusammenkleben
  • lass die Nudelrollen ca. 10 Minuten im siedenden Wasser garen 
  • Nimm die Nudelrollen aus dem Wasser und lasse sie kurz abtropfen
  • Die Nudelrollen sind jetzt fest und du kannst schöne gleichmäßige Scheiben schneiden 
  • Serviere die gefüllten Nudeln mit einem grünen Salat oder einem Kartoffelsalat, oder einfach mit Fleischbrühe als Suppe. Perfekt schmecken sie auch, wenen du sie in der Pfanne anbratest und mit Röstzwiebel anrichtest
Veröffentlicht am:
Facebook