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Rezepte

Urkorn-Toasties

morgens um 6.15 Uhr: Mama, kannst du mir schnell einen Milchkaffee machen und einen Toastie aufwärmen? Ich muss gleich los.... Was bin ich jeden Morgen froh, dass ich diese Toasties habe und der Bub nicht ohne Frühstück aus dem Haus rennt. Da kann ich noch so oft predigen, wie wichtig es ist, morgens ausgiebig zu frühstücken. Am Besten Müsli mit frischem Obst und Milch oder Joghurt. Langsam essen und gut kauen. Zeit nehmen und genießen - so das Lehrbuch. Die Realität sieht anders aus. Bei uns zumindest. Jede Minute im kuscheligen, warmen Bett wird ausgekostet und so spät wie möglich aufgestanden - trotz abendlichen guten Vorsätzen. Im Bad wird es dann schon etwas hektisch und zum Frühstück bleiben weniger als 5 Minuten... meist wird es sogar auf dem Weg zum Bus vollens gegessen. Ich habe inzwischen verstanden, dass ich diese Situation nicht ändern kann. Und wenn es mir wichtig ist, dass sich meine Kinder einigermaßen gesund ernähren, dann muss ich Wege finden, wie ich dies in deren Geschmacks- und Zeitplan integrieren kann. Für uns sind diese Toasties ein guter Kompromiss. Mit 60% Vollkorn Urgetreide sind sie gut sättigend und haben alle Inhaltsstoffe um in der Schule beste Leistungen abzurufen. Ich hole die Toasties abends (oder morgens - dann dauert es etwas länger) aus dem Gefrierschrank. Morgens werden sie nur noch aufgeschnitten und beide Seiten in den Toaster gestellt. Das dauert 1 Minute. Ein positiver Nebeneffekt: ich kann auch 5 Minuten länger schlafen :-)

Zutaten

Vorteig

  • 200g Einkorn
  • 150 g Buttermilch
  • 1 g Hefe

Kochstück

  • 50 g Einkorn
  • 250 g Wasser
  • 16 g Salz

Hauptteig

  • Vorteig
  • Kochstück
  • 5 g Hefe
  • 300 g Dinkelmehl Typ 630
  • 150 g Einkornmehl
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 2 TL Honig

Am Vortag

Vorteig herstellen

  • 200 g Einkornmehl mit 150 g Buttermilch und 1 g Hefe mischen
  • 2 Stunden quellen lassen

Kochstück herstellen

  • 50 g Einkornmehl mit 250 g kaltem Wasser und 16 g Salz in einem Kochtopf klümpchenfrei vermischen
  • Das Ganze unter Rühren aufkochen bis eine glatte, cremige Masse entsteht
  • 2 Stunden abkühlen lassen

Hauptteig herstellen

  • nachdem das Kochstück 2 Stunden abgekühlt ist und der Vorteig etwas vorgequollen ist können alle weiteren Zutaten - außer Butter - vermengt werden.
  • das dauert ca. 5 Minuten in der Küchenmaschine auf Stufe 2
  • Jetzt gibtst du die sehr weiche Butter hinzu und knetest weitere 2 Minuten
  • streiche eine Schüssel mit etwas Olivenöl aus und leg den Teig hinein.
  • Decke die Schüssel mit einem Deckel oder Frischhaltefolie ab und lass den Teig im Kühlschrank für 1 - 3 Tage gehen

Die lange Gehzeit des Teiges, in der Fachsprache "lange Teigführung" genannt ist wichtig, damit die unverdaulichen Zuckerstoffe (Fodmaps) im Teig abgebaut werden. Beim empfindlichen Personen können diese Fodmaps zu Darmproblemen und Unwohlsein führen. Zudem bewirkt die lange Teigreife, dass sich der Geschmack und die Aromen voll entfalten können. Ein sehr praktischer Nebeneffekt der kühlen und langen Teigführung ist, dass du flexibler bist, weil du ein größeres Zeitfenster hast, in dem du die Toasties backen kannst. Hol einfach den Teig aus dem Kühlschrank, wenn es dir zeitlich passt.

Backtag

  • Hol den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn ca. 1 bis 1,5 cm dick aus.
  • mit einem Glas oder einem runden Ausstecher stichst du nun runde Toasties aus und lässt sie auf einer bemehlten Fläche für ca. 30 Minuten ruhen. Ich verwende eine Dessertschale mit einem Durchmesser von 11 cm
  • jetzt stellst du eine Pfanne auf den Herd und streust etwas Grieß oder Emmer-Grießmehl hinein und schaltest den Herd auf Stufe 5
  • leg die Toasties in die Pfanne (je nach Größe passen 3-5 Stück hinein) und backe diese von jeder Seite ca. 4 Minuten goldbraun
  • Heize den Backofen auf 180ºC und backe die Toastie nochmals für 10 Minuten im Backofen fertig
  • Die Toasties kannst du jetzt prima auf Vorrat einfrieren und bei Bedarf einzeln herausholen
  • Die Toasties werden wie ein Brötchen in der Mitte aufgeschnitten und beide Seiten im Toaster nochmals kurz getoastest

Sie schmecken einfach herrlich luftig und urig lecker

Dieses Rezept entstand in Anlehnung an das Dinkel-Toastie-Rezept von  Valesa Schell´s "Brotbackliebeundmehr". Dort fndest du auch viele Anregungen, wenn du dich für das Backen mit Sauerteig, Lievito Madre oder Hefewasser interessierst.

 

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